Ältester Stammbaum einer Großfamilie erweitert

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Ältester Stammbaum einer Großfamilie erweitert

62 Tote aus fünf Generationen im Höhlengrab – Neues vom bronzezeitlichen Familienclan aus der Lichtensteinhöhle berichteten Ende 2014 der Kreisarchäologe Dr. Stefan Flindt und die

Anthropologin Dr. Susanne Hummel von der Universität Göttingen im HöhlenErlebnisZentrum. Auch wenn die jüngste Dissertation noch nicht abgeschlossen ist, verrieten sie schon viele Details, die ein großes, überaus gespanntes Publikum verfolgte.

Nachbau des Höhlengrabs innen (Foto: HEZ. G. Jentsch)

Nachbau des Höhlengrabs innen (Foto: HEZ. G. Jentsch)

Die Ausgrabung galt zwar 2008 als vorläufig abgeschlossen, doch wurde noch im selben Jahr der vermutete, bis dahin aber unbekannte bronzezeitliche Zugang zum Höhlengrab entdeckt. Der verschüttete Zugang wurde durch eine mehrere Meter aufsteigende Spalte, einen darauf folgenden Kriechgang und einen nochmals 5 m hohen Schacht bis zur Erdoberfläche verfolgt und freigelegt. Erneut fanden sich neben weiteren Tierknochen, verkohlten Pflanzenresten und Keramikscherben auch Menschenknochen und Bronzeobjekte. Zwei große Hakenspiralen und zwei Bronzescheiben. bestätigen die bisherige Vermutung, dass der Clan aus dem Höhlengrab kulturell der so genannten „Unstrutgruppe“ im nordthüringischen Raum zugehörte.

Hakenspirale (Foto: HEZ, S. Flindt)

Hakenspirale (Foto: HEZ, S. Flindt)

Auch die fortgeführten anthropologischen Untersuchungen erlauben jetzt eine noch exaktere Rekonstruktion der Menschengruppe und der Ereignisse in der Lichtensteinhöhle. Inzwischen ist sicher, dass die Reste von 62 Menschen (Stand 2008: 40) in der Höhle bestattet waren. Mit diesen weiteren 22 Personen verdichtet sich auch der weltweit bislang älteste Stammbaum einer Großfamilie: Waren von den bisher 40 genetisch identifizierten Personen 24 miteinander verwandt oder über gemeinsame Kinder zum Clan gehörig, so zählen nunmehr 48 nachweislich zur Familie! Und waren

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es 2008 noch drei, so sind es jetzt mindestens fünf nachweisbare Generationen. Weiterhin sind beide Geschlechter ähnlich stark vertreten.

Verschoben hat sich aber das Verhältnis der ca. 5000 geborgenen Menschenknochen zur Zahl der Individuen: Wären die Toten vollständig in der Höhle niedergelegt worden, wäre etwa die dreifache Menge an Knochen zu erwarten. Es fehlen aber vorwiegend kleinere Knochen wie Hand- und Fußknochen – von denen der Mensch sehr viele hat –, aber auch Rippen und etwa zwei Drittel der Schädel. Offenbar hatte man die meisten der Toten zunächst andernorts bestattet und erst viel später einen Teil der Knochen wieder entnommen und in der Lichtensteinhöhle niedergelegt.

Dieses und noch viel mehr Spannendes aus dem Vortrag ist – außer im HöhlenErlebnisZentrum Iberger Tropfsteinhöhle bei Bad Grund –

auch der jüngsten Publikation zu entnehmen:
Flindt Stefan und Hummel Susanne, Die Lichtensteinhöhle. Bestattungsplatz einer Großfamilie aus der Bronzezeit, herausgegeben vom HöhlenErlebnisZentrum, 142 S., 240 farbige Abb., Bad Grund 2014, erhältlich im Museumsshop (www.hoehlen-erlebnis-zentrum.de).

Foto Titel: HEZ, G. Jentsch

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