Bismarck-Ausstellung: Vom Exponat zur fertigen Präsentation

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Bismarck-Ausstellung: Vom Exponat zur fertigen Präsentation

Welche Vorbereitungen sind notwendig, bevor Exponate im Museum gezeigt werden können? Die Kustodin Eva-Maria Hasert vom Schloß Wernigerode® gewährt Einblick in ihren Arbeitsalltag. Die studierte Museologin ist seit 1975 Mitglied unseres Teams und Expertin für den Reichskanzler Otto von Bismarck und Graf Otto zu Stolberg-Wernigerode. Ihre Aufgaben umfassen u.a. die wissenschaftliche Leitung der Sammlung sowie die museale Vermittlung.

Schrotkugeln vom Attentat auf Kaiser Wilhelm I 1878, Quelle Sammlung Geller

Schrotkugeln vom Attentat auf Kaiser Wilhelm I 1878, Quelle Sammlung Geller

Für die Sonderausstellung Positive und organische Reformen. Otto von Bismarck und die Innenpolitik werden nicht nur Exponate aus unserem Bestand gezeigt, sondern auch Gemälde, Dokumente und verschiedene andere Objekte von Leihgebern, die zum Teil noch nicht wissenschaftlich bearbeitet wurden. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die Objekte aus einem Nachlass stammen, der uns zur Verfügung gestellt wird. Bevor diese Exponate gezeigt werden können, müssen sie inventarisiert und bearbeitet werden. Das kann man sich so vorstellen: Zunächst erfasst Frau Hasert elektronisch, um welche Art von Objekt es sich handelt. Ist es ein Gemälde oder eine Federzeichnung, eine Porzellanvase oder ein Orden? Wer war der Künstler, wann wurde dieser Gegenstand hergestellt und aus welchem Material besteht er? Diese Arbeit erfordert einiges an detektivischem Gespür. Die Informationen werden in eine Datenbank eingegeben, woraufhin dem Exponat eine Nummer zugeordnet wird, um es zweifelsfrei identifizieren zu können. Bevor es in die Ausstellung geht, bekommt jedes Exponat ein kleines Schild, auf dem die wichtigsten Informationen notiert sind.

Ein weiteres Aufgabenfeld unserer Kustodin umfasst die wissenschaftliche Erforschung der Exponate. So schrieb sie für den Ausstellungskatalog einen Aufsatz über die Rolle des Grafen Otto zu Stolberg-Wernigerode und weiterer Personen aus der Region bei der Entwicklung und Einführung der Sozialgesetzgebung im Kaiserreich, wie etwa Robert Bosse und Theodor Lohmann.

Mehr Informationen auf www.schloss-wernigerode.de

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