Die Halberstädter Jungfer und ihre Wiese

Ihr Urlaubserlebnis im Harz:

Die Halberstädter Jungfer und ihre Wiese

Südharzer Kultur und Tradition
Das typische Landschaftsbild im südlichen Harzvorland prägen ausgedehnte Wälder und weite Streuobstwiesen. Geologie und Klima bilden hier die optimale Grundlage für saftige Birnen, Äpfel, Pflaumen und Kirschen. Die menschgeschaffene Kulturlandschaft hat lange Tradition im Südharz: Es ist davon auszugehen, dass seit mehr als 900 Jahren der Obstanbau in der Region floriert. Die lange Obstbau-Tradition und Sortenveredelung hat eine große Vielfalt von regionalen Sorten hervorgebracht, wie z. B. den order viagra in canada „Halberstädter Jungfernapfel“, den Apfel „Schöner von Nordhausen“ oder die Birnensorte „Nordhäuser Winterforelle“. Insgesamt kommen im südlichen Harzvorland über 200 verschiedene Apfel- und Birnensorten vor! Heutzutage werden jedoch viele der Streuobstwiesen nichtmehr genutzt und sind überaltert.

Biologische Vielfalt
Doch nicht nur Auge und Gaumen des Menschen erfreuen die Streuobstwiesen, auch für Tiere, Pflanzen und Pilze bilden sie einmaligen Lebensraum und Nahrungsquelle. In den Baumkronen summen zur Blütezeit Wildbienen und Honigbienen und legen den Grundstein für Birne, Apfel und Co. Geschützte Vogelarten wie Neuntöter und Grünspecht finden auf der Streuobstwiese geeignete Nahrungs- und Brutmöglichkeiten. Verschiedene Fledermäuse und Siebenschläfer sind weitere Streuobstwiesen-Bewohner. Das Naturschutzrecht des Landes Sachsen-Anhalt stellt die Streuobstwiese wegen seiner hausragenden Bedeutung für die Biologische Vielfalt unter Schutz.

Zu unserem Bild: Ist auch beim Siebenschläfer beliebt: die Streuobstwiese. (Foto: VDN/Angelika Hecht)

Zu unserem Bild: Ist auch beim Siebenschläfer beliebt: die Streuobstwiese. (Foto: VDN/Angelika Hecht)

Unter den Bäumen
Nicht nur die Bäume der Streuobstwiese selbst, sondern auch how does cialis feel deren „Unterlage“ sind etwas Besonderes: Durch die traditionelle Wiesennutzung sowie die geologischen und klimatischen Bedingungen hat sich hier eine einmalige Pflanzengesellschaft herausgebildet: Im südlichen Harzvorland sind häufig magere Flachland-Mähwiesen oder Kalk-Trockenrasen unter Streuobstwiesen anzutreffen. Wegen ihrer Bedeutung für den Erhalt der europäischen Artenvielfalt stehen diese Lebensräume unter besonderem europäischem Schutz nach der FFH-Richtlinie (Fauna/Tiere-Flora/Pflanzen-Habitat/Lebensraum). Sie sind Teil des europaweiten Schutzgebietsnetzwerks Natura 2000.

Zu unserem Bild: Ein europaweit schützenswerter Lebensraum: die Flachland-Mähwiese (Foto: Torsten Weber, www.natura2000.rlp.de )

Zu unserem Bild: Ein europaweit schützenswerter Lebensraum: die Flachland-Mähwiese (Foto: Torsten Weber, www.natura2000.rlp.de )

Streuobst(wiese) erleben
Auf einer Wanderung zwischen Hainrode, Questenberg und Wickerode können Sie wunderschöne Streuobstwiesen des Südharzes erleben. Sie befinden sich hier in einem europäisch ausgezeichneten FFH-Schutzgebiet: „Buntsandstein- und Gipskarstlandschaft bei Questenberg im Südharz“. Teilweise sind die generic cialis Streuobstwiesen noch in Bewirtschaftung; viele liegen brach. Der Unterschied ist zumeist deutlich sichtbar: auf nicht mehr bewirtschafteten Wiesen wachsen vermehrt Büsche; viele Obstbäume sind alt oder abgestorben. Nur eine regelmäßige Pflege der Streuobstwiesen where is viagra found durch Mahd, Beweidung und Neupflanzung sichert den Erhalt dieses einmaligen Lebensraumes.

Eigenes Obst aus dem heimischen Garten oder der Streuobstwiese steht bei den Südharzer Obsttagen im Mittelpunkt: Am 21. September 2013 werden Äpfel im Streuobstzentrum in Tilleda von Experten genauestens bestimmt. Vielleicht schlummert ja eine Rarität in Ihrem Garten? Am 24. September 2013 macht die mobile Saftpresse auf dem Hof der Biosphärenreservatsverwaltung in Roßla Station und ihr Obst zu leckerem, haltbarem Saft. Am online canadian pharmacy 5. Oktober lädt das malerische Dorf Hainrode zum großen Apfelfest ein. Für weitere Informationen: www.bioreskarstsuedharz.de und www.foerderverein-zukunft-im-suedharz.de
Mehr zur Streuobstwiese, Natura 2000 und dem Natur- und Geopark Harz finden Sie hier: www.harzregion.de.

(geschrieben von: Anne Schäfer, Regionalverband Harz e. V., Natur- und Geopark)

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