Harzer Keiler Run 2013

Ihr Urlaubserlebnis im Harz:

Harzer Keiler Run 2013

Sonntag, 16.06.13, es ist kurz vor 11 Uhr. Ich bin etwas aufgeregt und gehe langsam durch die bunt angezogene Menschenmenge. Einige sind sogar verkleidet: Sträflinge, die aneinander gekettet sind, Männer, die als Frauen angezogen sind, Männer in Schottenröcken, bunte Perücken,… Alle wirken aufgedreht und glücklich. Ca. 600 Gleichgesinnte haben sich versammelt. Die Hälfte geht in die Frischlingsrunde mit 8km und die anderen machen das ganze 3x. Und dazu gehöre auch ich! Ab und zu bleibe ich bei Läufern stehen, die ich kenne und wir wünschen uns gegenseitig viel Erfolg. Nun bin ich hinter den ersten Läufern angekommen und überlege mir, ob ich hier richtig bin. Verdammt, sehen die schnell aus :-)

Dann wird der Countdown runtergezählt… 10,9,8,…..2,1 LOS!

Harzer Keiler Run 2013, A. Lehmberg

Harzer Keiler Run 2013, A. Lehmberg

Ich gebe von Anfang an Gas und bleibe mit Lara, einer Läuferin aus Göttingen, hinter den Männern.

Nun kommen die ersten kleinen Sprunghindernisse und dann geht es das erste Mal ins Wasser. Die (noch) klare Sieber ist mit großen Reifen versperrt. Diese überwunden, geht es weiter auf einer großen Wiese. Ein kleiner Anstieg darf natürlich nicht fehlen. Auch hier wird der Lauffluss zweimal durch riesige Strohballen unterbrochen. Natürlich nehmen wir beide mit Bravour und laufen zu einem LKW, der mit Holzstämmen gefüllt ist. Wir klettern hoch und springen elegant hinunter.

Weiter geht es in einem kleinen Waldstück über

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Reifen, unter einem Bundeswehrnetz durch Schlamm und über eine ca. 3m hohe Holzwand. Ein paar Meter weiter sind wir in der Kiesgrube. Die sah das letzte Mal noch irgendwie harmloser aus.

Zuerst laufen wir einen steilen kurzen Anstieg hinauf, kriechen durch Röhren, um über ein Kiesfeld zum Feuerhindernis zu gelangen. Dreimal springen wir über das qualmende und brennende Stroh. Ich stelle fest, dass Luft anhalten (um den Qualm nicht einzuatmen) keine gute Idee ist… Nach dem Feuer dürfen wir uns in einer großen und tiefen Schlammpfütze wieder abkühlen. Nass bis zum Bauchnabel steige ich aus dem Wasser, laufe durch die nächste Pfütze und wieder einen kleinen und sehr steilen Anstieg hinauf. Der Schlamm bleibt großzügig unter meinen Schuhen kleben. Und da ist schon die erste Verpflegungsstelle. Ich freue mich auf das Wasser und warne Lara vor dem kommenden, sehr steilen und nie aufhörenden Anstieg.

Die meisten Läufer gehen bereits. Wir laufen so lange wie möglich und schließen uns dann den gehenden Läufern an. Endlich wieder bergab auf eine abschüssige Wiese auf der, nach einem steilen Anstieg eine große Plane liegt, die mit einem Feuerwehrschlauch nassgehalten wird, damit wir mit Genuss hinunterrutschen können. Nach dem kurzen Vergnügen geht es wieder steil hoch, runter und rauf auf die Pyramide aus Strohballen. Nach einer kurzen Laufeinheit geht es zu den berüchtigten Fischteichen: durch Schlamm geht es auf ein ca. 4 m hohes Podest, von dem aus man in einen stinkigen und dreckigen Tümpel springen muss. Ich sehe einige, die überlegend auf dem Podest stehen bleiben

und sich nicht so richtig trauen. Ich denke nicht lange nach, bleibe in meinem Lauffluss und springe hinein. Unter mir spüre ich weichen Boden und ich bin bis einschließlich meines Scheitels abgetaucht. Puuh, geschafft. Mir läuft der Dreck den Kopf runter und ich höre die begeisternden Zuschauer klatschen. Tolles Gefühl!!! Weiter geht’s! Oh je, tauchen! Kurz Luft geholt und drunter durch. Da kommen einen die Baumstämme über die man rübersteigen muss, wie ein Kinderspiel vor! Endlich draußen geht es über eine kleine aufgestellte Brücke in der Feldmark entlang. Ein erneutes Bundeswehrnetz und extra schlammiger Schlamm erschweren uns den Weg zur Hühnerleiter. Das ist ein ca. 10m hohes Gestell aus Holz, das wir hoch- und runterklettern dürfen. Einmal saubermachen in der Sieber, dann durch das Bundeswehrhindernis klettern, über und durch Reifen klettern. An Seilen dürfen wir uns nun über ein Gestell aus Holz winden. Ein weißes Zelt, das tierisch warm ist und mit Strohballen gespickt ist, erschwert uns den Weg in die zweite Runde. Kurz kriechen, dann auf einer Plane durch Weidezäune (die natürlich mit Strom versehen waren) in ein altes Sandbecken gerutscht und ab in die zweite Runde. Ich fühle mich gut! Die Hindernisse kann ich gut allein bewältigen und wenn ich doch eines nicht packen sollte, ist einer meiner Mitläufer sofort bereit zu helfen. Tolle Teamarbeit! Das zeichnet diese Läufe aus.

In der zweiten Runde geht alles gefühlt noch leichter. Nur Lara muss leider aufhören. Sie hat mit ihrem Knöchel zu tun und muss diesen für einen anstehen Lauf schonen. Ich überquere alle Hindernisse ein zweites Mal und sehe ganz andere Leute als in der vorherigen Runde.

Nun geht es in die dritte und letzte Runde! Ich merke schon meine Beine werden etwas schwerer und ich verliere etwas an Geschwindigkeit. Die Strecke ist in der dritten Runde noch schlammiger und rutschiger. Die applaudierenden Zuschauer spornen mich an nicht langsamer zu werden.

Christiane Lehmberg, Harzer Keiler Run 2013, A. Lehmberg

Christiane Lehmberg, Harzer Keiler Run 2013, A. Lehmberg

Ich lasse die Hindernisse hinter mir und darf kriechend über die Ziellinie, wo ich total glücklich und erschöpft meine Medaille in Empfang nehme.

Ein ganz tolles Erlebnis mit vielen besonderen Eindrücken, die ich so schnell nicht vergessen werde! Der Harzer Keiler Run 2013!

Alle Infos zum Lauf gibt es unter http://www.harzerkeilerrun.de/

(Geschrieben von Christiane Lehmberg, Siergerin über 24km)

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