100 Jahre 1. Weltkrieg – Zeitzeugen im Harz

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100 Jahre 1. Weltkrieg – Zeitzeugen im Harz

Ein sehr ungewöhnliches und weitgehend in Vergessenheit geratenen Denkmals des 1. Weltkrieges im Harzraum, die sog. Meding-Schanze in Halberstadt wird Bestandteil der weiteren Ausführungen.

Die Medingschanze ist eine im Jahr 1916 von Hauptmann Werner von Meding initiierte und unter seiner Leitung nach Vorbildern in Flandern gebaute (Schützen-)grabenanlage. Die Stadt Halberstadt war seit 1623 über Jahrhunderte eine bedeutende Garnisonssstadt in Mitteldeutschland. Die Zeiten militärischer Präsenz in der Stadt endeten erst mit Abzug der Roten Armee 1993. Die Spuren dieser Garnisonszeit sind in und um die Stadt noch an vielen Orten zu sehen.

Schützengrabenanlage

Schützengrabenanlage

Von Meding (geb. 1871 in Merseburg, gest. 1924 in Ilsenburg) diente als Offizier im erst zu Kriegsbeginn 1914 in Halberstadt gegründeten Reserve Infanterie Regiment 226 (RIR 226). Zur publikumswirksamen Darstellung des damals absolut neuartigen Stellungskampfes an der Westfront und zur finanziellen Unterstützung von Kriegsveteranen und Kriegswitwen wurde auf öffentlichem Grund eine umfängliche Schanzenanlage nach Vorbild der Originale in Flandern gebaut, deren Besichtigung gegen ein kleines Eintrittsgeld allen Zivilpersonen möglich war. Die Anlage besteht aus drei hintereinander gestaffelten Grabenwerken, dem Frontgraben, einem Unterstützungsgraben und einem Reservegraben mit den entsprechenden Verbindungsgräben. Die Stellungen von zwei Minenwerfern, diverse Kampfstellungen und Unterstände sind ungewöhnlich gut erhalten. Das mag an

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dem felsigen Untergrund liegen, durch den die Laufgräben z.T. direkt in den anstehenden Fels eingearbeitet sind. Ein Unterstand ist komplett in den anstehenden Felsen hineingetrieben worden und ist heute verschüttet. Das Grabensystem folgt einer natürlichen und nach Norden steil abfallenden Geländerippe. Das heute dicht bewaldete Gelände war zum Zeitpunkt der Erbauung der Schanze eine vegetationsarme Wiesenlandschaft.
Die Anlage wurde 1919/20 durch ein Mahnmal für die Gefallenen der Halberstädter Garnison ergänzt, dessen verwitterte, launisch-revisionistische Inschrift das Kriegsende umdeutet:

Diesem Sturmlauf ohne gleichen
diesem Sieg der Minderheit,
gegen eine Welt von Feinden
türm´ein bleibend Ehrenmal.”

In Randlage eines stattlichen Fliegerhorstes, blieb die Anlage in

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den 20er und 30er Jahren nahezu unangetastet. Nach der Niederlage im 2. Weltkrieg, wurde der ehemalige Fliegerhorst Garnisonsstandort einer russischen Einheit und geriet damit in die Peripherie der öffentlichen Wahrnehmung. In dieser Zeit wurde die Anlage durch den Bau eines Forstweges geschnitten und teilweise überlagert. Der Forstweg dient heute noch denEinwohnern des benachbarften Ortes Langenstein als willkommene Abkürzung nach Halberstadt und führt unmittelbar am Mahnmal vorbei.

Anlagen dieser Art sollten der heimischen Bevölkerung zur Veranschaulichung des Stellungskrieges an der Westfront im 1. Weltkrieg dienen. Ähnliche Anlagen wurden auf Truppenübungsplätzen zum Zwecke der taktischen Ausbildung angelegt und folgten dabei den militärischen Vorschriften, die genauestens festlegten, wie Schützengräben anzulegen und zu befestigen waren. Die Anlage in den Spiegelsbergen wurde offenbar nicht zur Ausbildung genutzt, denn das Grabensystem wurde zur besseren Vermittlung gegenüber dem Publikum etwas vereinfacht und kleiner dimensioniert. Eine kleinräumige Sondage durch die Kreisarchäologie Harz in Zusammenarbeit mit dem Verein Halberstädter Berge ergab, dass trotz starker Erosionsschäden in den letzten 97 Jahren, die Grabensohlen und Seitenwände, mit Bruchsteinen verstärkt, unter der Geländeoberfläche noch verhältnismäßig intakt geblieben sind. Parallel bemüht sich die Kreisarchäologie um die Eintragung der Schanze als Bodendenkmal. Die Bedeutung dieser Schanze besteht in der Einmaligkeit ihrer Erhaltung jenseits der Kampfzonen in Flandern und Frankreich . Bislang ist mir von ähnlich erhaltenen Übungs- und Schauanlagen des 1. Weltkrieges auf bundesdeutschem Gebiet nichts bekannt geworden.

Das Mahnmal steht heute noch, wenn auch verwildert und in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand, mit bröckeligem Podest und doppelzügiger Treppenanlage als augenfälliges Zentrum der Anlage. Auch Teile der Schanzenanlage sind im Winter noch auffallend gut im Gelände erhalten. Aus diesem Grund ist das Grabensystem heute auch bei Geocachern sehr beliebt.

Die Anlage hat durchaus touristisches Potential und wird z.Zt. in weiten Teilen freigelegt, so daß die Schützengräben auch in der vegetationsreichen Zeit erlebt werden können.

(geschrieben von: Dr. Oliver Schlegel, Untere Denkmalschutzbehörde/Kreisarchäologie Harz)

 

6 Comments On This Topic
  1. E. Echtner
    on Feb 6th at 18:46

    Dieser Artikel irritiert mich. Ist dem Verfasser nicht bekannt, dass das Wort “Jubiläum” etymologisch verwandt ist mit “jauchzen, jubeln”? Ich hoffe, es besteht Einigkeit darin, dass ein Weltkrieg kein Ereignis ist, das man mit diesen Attributen in Verbindung bringen möchte?
    Im ersten Absatz ist allerdings vom Jubiläum des Denkmals die Rede. Abgesehen davon, dass ich auch hier den Begriff unangemessen finde, so wäre der Jahrestag erst 2016 zu begehen.
    Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier ein Textauszug aus welchem Werk auch immer genommen und hier einfach hineinkopiert wurde.

    • O.Schlegel
      on Feb 17th at 16:55

      Ich hoffe, daß die anstehenden, weltweiten Gedenkfeierlichkeiten zum Beginn des 1. Weltkrieges in einem nüchternen Rahmen ablaufen und sich dem Konsens verpflichtet sehen, dass das Trauma eines europäischen Krieges sich unter keinen Umständen wiederholen darf. In diesem Sinne ist der Begriff “Jubiläum” als eine Erinnerungsfeier bei der Wiederkehr eines besonderen Datums durchaus gebräuchlich.

    • Oliver
      on Feb 17th at 17:14

      Ich kann das Wort “Jubiläum” – ob kritikwürdig oder nicht – im Artikel gar nicht entdecken…

      • Eva-Christin Ronkainen
        on Feb 17th at 17:43

        Das hatten wir bereits korrigiert – danke für den Hinweis.

  2. Olaf
    on Feb 13th at 10:10

    Das Reserve-Infanterie-Regiment Nr.226 wurde 1914 nicht in Halberstadt, sondern in Schlesien aufgestellt, in Liegnitz (Stab, I. & II. Bataillon) und Jauer (III. Bataillon). Aus den Ers.-Btl./Grenadier-Regiment. Nr.7 und Ers.-Btl./Infanterie-Regiment Nr.154.
    Ab Oktober 1914 übernahm das Ersatz-Batillon II des Infanterie-Regiments Nr.27 in Halberstadt den Ersatz des R.I.R226. Daher dienten im Laufe des Krieges viele Halberstädter in diesem Regiment. Die Ersatz-Bataillone waren nur für die Grundausbildung zuständig (Ausrüstungsempfang, Kasernenhof-Drill, Vereidigung), dann wurden die Rekruten zur militärischen Ausbildung in Ausbildungslager und Rekrutendepots hinter der Front geschickt.
    Das R.I.R.226 war bis Januar 1917 nur im Osten und erst danach in Frankreich. Das heißt, wenn Hauptmann von Meding vor Juni 1916 in Frankreich diente, dann nicht in diesem Regiment.
    Weder in der zweibändigen Regimentsgeschichte des R.I.R. 226, noch in den 30 Heften der Regimentsvereinigung wird der Name v. Meding erwähnt. Auch bei den Kameradentreffen in Halberstadt, worüber ausführlich berichtet wurde, (Anbringen einer Tafel in der Infanterie-Kaserne, Besuch der Garnisonskirche, geselliges Beisammensein in der Gaststätte Spiegelsberge) ist nichts von Meding oder der Schanze zu lesen.

    • Oliver
      on Feb 17th at 17:02

      Beeindruckend viele Regimenter, Bataillone, Ersatzbataillone und Reserveregimenter – da kann man die Übersicht verlieren! Es existieren Postkarten von 1917 mit Motiven der Grabenanlagen die bereits die Bezeichnung “Meding-Schanze” tragen. Folglich wird der Herr Meding in ausreichend wichtiger Position für die Errichtung der Anlagen Sorge getragen haben. In welcher Funktion er aber dies aber tat und welche Rolle er in der Halberstädter Garnison spielte bekommen wir gemeinsam noch heraus, oder Olaf?


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