..weiter geht es auf den Spuren von Clooney & Co. – ein Komparse berichtet Teil 2…

Ihr Urlaubserlebnis im Harz:

..weiter geht es auf den Spuren von Clooney & Co. – ein Komparse berichtet Teil 2…

Am 30. April 2013 war es dann soweit. Um fünf Uhr früh sollte ich mich in Goslar-Jerstedt, bei besagtem Autohaus einfinden. Nach einer kurzen Nacht, machte ich mich voller Tatendrang auf den Weg. Vor Ort herrschte mächtig Betrieb und hektisches Treiben bestimmte die Szenerie, seit vier Uhr wurden hier im Akkord die Komparsen eingekleidet und frisiert, vor allem den Frauen wurden teilweise sehr aufwendig die Haare gemacht. Da durch die Kostümproben für alle Komparsen die entsprechende Verkleidung bereitstand, ging das Umziehen recht schnell von statten. Vor den Organisatoren, die alle Abläufe generalstabsmäßig geplant hatten, konnte man nur den Hut ziehen. Immer wieder wurde lautstark darauf hingewiesen, dass Fotoapparate und Handys am Drehort absolut tabu sind. Außerdem gab es ein Interview-Verbot, da u.a. die ARD mit einem Kamerateam vor Ort auf Stimmenfang war. Also hieß es immer wieder: Kein Kommentar

Nach dem Umziehen wurden wir in Gruppen zu bereitstehenden Bussen geleitet, in denen wir dann in die Goslarer Innenstadt gefahren wurden. Auf dem kurzen Fußmarsch zu unserem Basislager in der Goslarer Innenstadt zogen wir viele neugierige Blicke der Schaulustigen und Zivilisten auf uns. Im Basislager angekommen, erhielt jeder seine Waffe und ausdrückliche Hinweise wie wir damit umzugehen haben – in meinem Fall handelte es sich um eine echte, historische Maschinenpistole, die selbstverständlich nicht geladen war. Dann endlich erhielten wir erste Informationen über die anstehende Szene, die gedreht werden sollte: Über Nacht ist die deutsche Wehrmacht kampflos aus der Region abgezogen und hat den Alliierten das Gebiet überlassen. Die siegreichen Truppen marschieren in eine belgische Kleinstadt ein, wo sie von der Bevölkerung begeistert empfangen werden. Kanadische und englische Soldaten begleiten einen Militärkonvoi beim Einmarsch in die Stadt. Wir, die Soldaten, sollten uns freuen, dass wir die Stadt ohne Verluste eingenommen hatten und uns von den Einheimischen feiern lassen.

Dann hieß es wieder warten, Währenddessen konnte man sich an einem Buffet mit belegten Brötchen, Obst und Kaffee bedienen. Ca. 90 Minuten geschah nichts, außer, dass immer weitere Soldaten eintrafen. Dann ging es los, ab zum Drehort in der Breiten Straße, welcher nur zwei Fuß-Minuten entfernt war. Hier standen schon die historischen Militärfahrzeuge bereit und wir wurden als Fuß-Begleitung für den Konvoi am Set verteilt. Nach und nach trafen weitere Statisten ein und nahmen ihre Positionen auf der Straße, am Straßenrand und in den Häusern ein.

Und wieder hieß es warten. Mittlerweile war es schon nach neun Uhr, ohne dass auch nur ein einziger Take gedreht wurde. Aber es war schon interessant zu sehen, welcher enorme Aufwand hier betrieben wurde und mit welcher Detailtreue Goslar in eine belgische Kleinstadt verwandelt wurde.

Und dann war er da: GEORGE CLOONEY, lässig in Jeans mit Kapuzenpullover und Sonnenbrille ging er, begleitet von Grant Heslov, das Set ab. Nachdem Alles perfekt vorbereitet war, erfolgte zunächst eine Probe. Nachdem diese wohl zufriedenstellend verlaufen war wurde endlich gedreht. So zogen wir gemäß den Regieanweisungen in die Stadt ein, ließen uns von den Einheimischen feiern, wurden mit Brot, Obst und Blumen begrüßt und feierten eine Riesenparty. Als der gesamte Zug an der Kamera vorbei gelaufen war, ging alles wieder auf Anfang. Wir nahmen unsere Ursprungspositionen ein, die Utensilien wurden wieder eingesammelt und die Fahrzeuge drehten eine Ehrenrunde um wieder die Ursprungsformation einnehmen zu können. Diese Szene wurde so 2-3mal gedreht, bevor die Kameraposition geändert wurde. Letztendlich drehten an diesem Tag wir immer wieder die gleiche Szene, nur dass die Kamera mal von vorn und von hinten filmte und dann auch direkt in der Formation mitlief. Ich hatte das Glück, in der Nähe des

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Regiebereiches stehen zu können. Ich konnte beobachten wie Clooney und Co. die gedrehten Szenen anschauten und dann ihr OK gaben oder bestimmten, dass nochmal gedreht werden sollte. GC lief dabei direkt zwischen den Komparsen rum, veränderte die Anordnung und die Kameraposition um DEN perfektem Take drehen zu können.

Ich war sehr froh, dass ich meine warme Uniform anhatte, da es doch recht kühl war. Die Darsteller der Zivilbevölkerung waren da um einiges schlechter dran. In Ihren teilweise dünnen Kleidern froren diese schon sehr, was auch deutlich zu erkennen war. Vor allem die Kinder in dünnen Hemdchen und kurzen Hosen oder Kleidern konnten einem leidtun. Allerdings wurden diese zwischen den Drehs immer wieder in Decken verpackt oder konnten sich in den Gebäuden aufhalten wenn die Kamera aus war.

Später gesellten sich Bill Murray, Bob Balaban, beide im Kostüm, und John Goodman dazu. Murray und Balaban nahmen in einem Armeejeep Platz und beide wurden bei ihrer Einfahrt in die Stadt in Großaufnahme, allerdings ohne zusprechen, gefilmt. Auch hier waren alle Komparsen beteiligt und spielten Ihre Rolle als Befreier und Befreite. Die gesamten Abläufe liefen sehr professionell und reibungslos ab. Auch die vielen Komparsen, von denen sicherlich die meisten zum ersten Mal

an solchen Dreharbeiten beteiligt waren, verhielten sich aus meiner Sicht absolut vorbildlich. In einer Szene hatte einer der Komparsen vergessen seine Brille abzunehmen so dass dies sicherlich der Schere im Schneideraum zum Opfer fallen wird. Insgesamt wird die ganze Szene, die wir heute gedreht haben, wohl nur wenige Sekunden Platz im fertigen Film finden. Enorm was dafür für ein Aufwand betrieben wird. Es war auch erstaunlich wie viel begleitendes Personal vor Ort war, die mit der Betreuung der Komparsen, der Ausstattung und Herrichtung des Sets und der Kameras beschäftigt waren. Noch erstaunlicher war, wie schnell diese immer vom Set verschwanden, wenn die Kamera lief.

Und dann nach nicht einmal zweieinhalb Stunden war alles im Kasten. Der Regisseur Mr. Clooney beendete den Dreh und unter dem Jubel der Komparsen – vor allem der weiblichen, die ihn mit Blumen bewarfen- machte er noch einige Späße, bevor sich die ganze Szenerie in Windeseile auflöste.

Wir gingen zurück zu unserem Basislager, wo wir die Waffen zurückgaben. Von dort ging es wieder zum Schützenplatz, wo die Busse nach Jerstedt abfuhren. Im Schützenhaus gab es für alle noch eine Stärkung, allerdings beeilte ich mich in den Bus zu kommen, um lange Wartezeiten bei der Kostümrückgabe zu vermeiden. Diese Rechnung ging auf und um halb zwei nachmittags war ich wieder auf dem Weg nach Hause und hatte meinen ersten Drehtag an einem Hollywoodfilm mit Starbesetzung erfolgreich absolviert.

Abschließend wäre noch die Frage zu beantworten, ob mein Haarschnitt wirklich nötig gewesen ist? Nein, da ich die ganze Zeit meinen Stahlhelm auf hatte, der meine gesamte Haarpracht verborgen hielt, wäre dies aus meiner Sicht nicht nötig gewesen. Aber was opfert man nicht alles für eine Hollywoodkarriere.

(geschrieben von: Bennet Dörge)

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